Links

Monatsrückblick: Geschaut – März 2017

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht, reiche ich mit etwas Verspätung den zweiten Teil meines Monatsrückblicks nach. Wie ihr sehen könnt, habe ich letzten Monat auch noch etwas anderes gemacht, als Bücher zu lesen. Ich habe außerdem drei Filme und zwei Serienstaffeln geschaut! (Und an der frischen Luft war ich zwischendurch auch mal…)

Filme

Letzten Monat habe ich es endlich mal wieder ins Kino geschafft. Der Plan war eigentlich, mir Gore Verbinskis A Cure for Wellness anzusehen. Aber meine Begleitung schleppte mich statt dessen in Logan, Hugh Jackmans letztem Auftritt als Wolverine. Der Film versprach spannend zu werden: Die Ära der Mutanten neigt sich in Logan ihrem Ende zu. Seit 25 Jahren sind keine Mutanten geboren worden; Logan, Professor X und Caliban zählen zu den wenigen Mutanten, die noch am Leben sind. Doch auch ihre Zeit ist eigentlich vorüber. Logans Kräfte schwinden und Charles Xavier leidet unter einer neurodegenerativen Erkrankung, was ihn aufgrund seiner Fähigkeiten zur Gefahr für die Menschheit macht. Obwohl er im Vergleich zu früheren X-Men-Filmen sehr viel düsterer ist, ist auch Logan kurzweiliges temporeiches Popcornkino. Die 120 Minuten vergehen wie im Flug. Für mich der bisher beste X-Men-Film, obwohl ich mir mehr rückblickend mehr Dialog und weniger Action gewünscht hätte.

Nachdem er mir schon mehrmals von Bekannten empfohlen worden war, habe ich mir endlich 500 Days of Summer angeschaut. 500 Days of Summer haucht dem Boy-Meets-Girl-Plot neues Leben ein. Anstatt den Protagonisten Tom und Summer dabei zuzusehen, wie sie sich finden und ineinander verlieben, werden wir Zeuge davon, wie ihre Beziehung allmählich zerbricht. Allein für diesen Spin wollte ich den Film wirklich mögen. Aber 500 Days of Summer ist für meinen Geschmack fast schon ein bisschen zu sehr um Originalität bemüht. Ich meine – ein Grußkartenhersteller als Arbeitgeber, c’mmon! Und dann ist da noch Zooey Deschanel, die offenbar um jeden Preis beweisen will, dass sie wirklich nur das Manic Pixie Dream Girl spielen kann. Wirklich schade! 500 Days of Summer hatte eigentlich fast alles, um ein richtig guter Film zu werden.

Außerdem habe ich mir Die Hüter des Lichts noch einmal angesehen. Die Helden dieses Animationsfilms aus dem Hause DreamWork sind keine geringeren als der Weihnachtsmann, der Osterhase, der Sandmann, die Zahnfee und Jack Frost. Gemeinsam müssen die fünf ungleichen Charaktere die Träume der Kinder vor dem finsteren Pitch schützen, der wieder Angst und Schrecken in die Welt tragen möchte. Die Adaption der Kinderbuchreihe Guardians of Childhood ist ein actionreicher Fantasyfilm, der vor allem beim ersten Mal viel Spaß macht. Im Vergleich zu den beliebteren Animationsfilmen mangelt es ihm jedoch leider an Herz und Witz.

– ACHTUNG, SPOILER! –

Serien

Grace and Frankie ist zurück! Die dritte Staffel der Netflix-Eigenproduktion knüpft unmittelbar an die Ereignisse aus der zweiten Staffel an: Nach der Auseinandersetzung mit ihren Kindern setzen Grace und Frankie alle Hebel in Bewegung, um ihren Vibrator für ältere Frauen auf den Markt zu bringen. Dabei stoßen sie jedoch auf unerwartete Schwierigkeiten, denen die Freundinnen mit Humor und Beharrlichkeit die Stirn bieten müssen. Die 13 neuen Episoden setzen die Handlung interessant und unterhaltsam fort. Trotzdem merkt man, dass Grace and Frankie ein wenig die Puste ausgeht. Die Serie hat ihr Pulver verschossen und muss jetzt wieder an Fahrt aufnehmen, um die Handlung hoffentlich zu einem emotionalen Ende zu führen.

Nach Sherlocks Rückfall im Finale der dritten Staffel von Elementary reist sein Vater Morland nach New York City, um ein Auge auf seinen Sohn zu haben. Eine bittere Pille für Sherlock, der sich jedoch nicht davon abbringen lässt, gemeinsam mit Joan Fälle für die NYPD zu lösen.
Ähnlich wie bei Grace and Frankie fand ich auch die vierte Staffel von Elementary eher schwach. Während ich die Kriminalfälle dieses Mal mit Interesse verfolgt habe, war ich von der Charakterentwicklung zum ersten Mal enttäuscht. Vor allem die Beziehung zwischen Joan und Sherlock ist für meinen Geschmack zu kurz gekommen. Statt dessen lag der Fokus auf der Vater-Sohn-Beziehung, was mir sogar gefallen hätte, wenn Morland nicht auch so eine Überfigur wie Sherlock wäre. Da die Handlung gegen Ende der Staffel nochmal an Fahrt aufgenommen hat, bin ich dennoch auf Staffel 5 gespannt.

Schreibe einen Kommentar